Samstag, 11. August 2007

Wells Gray PP

Ein Provincial Park mit 5400 km2 weitgehend unerschlossener Wildnis und mit über 20 Wasserfällen.

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Diejenigen Wasserfälle welche einfach mit dem Auto zugänglich sind, haben wir auch gesehen.

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Dann hat es noch etliche, die man nur mittels mehrtägigen Wanderungen sehen könnte. Über eintägige Wanderungen kommen wir nicht hinaus, da wir uns nicht auch noch ein Zelt und das entsprechend dazugehörige Material anschaffen wollen. Schön wäre es allenfalls schon. Aber ich denke mal, dass wir auch oft genug mit unseren Wanderungen etwas ab der „normalen Touristen“ kommen. Insgesamt waren wir 3 Tage in diesem Park. Am ersten Tag haben wir am Eingang des Parks nebst den Wasserfällen noch eine Wanderung durch subalpine Wiesen in Richtung Trophy Mountain unternommen. Und so konnten wir mal etwas Aussicht und Berge geniessen.

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Die Wanderung am darauf folgenden Tag war dann wieder mehrheitlich durch den Wald, einzige Highlights den Überblick auch den Clearwater See und ein Steinsturz von anno dazu mal.

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Ursin hat dann nach unserer doch 17 km langen Wanderung noch einen Abstecher zu einer Mineralquelle und einer verfallenen Farm gemacht (ich habe gekniffen, da ein Gewitter am Anmarsch war) und sich so eine Flasche mineral- und kohlensäurehaltiges Wasser „ergattert“. Auf die war er dann besonders stolz.
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Wettermässig sah es an unserem letzten Tag in Wells Gray ziemlich bewölkt aus und man wusste nicht so genau, ob sich noch ein paar Regentropfen blicken lassen wollten. Und so haben wir uns am letzten Tag für eine kleine Bikerunde zum Pyramid Mountain entschieden.
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War dann überraschenderweise eine tolle Strecke – richtig Single Track mässig.

Mittwoch, 8. August 2007

Downhill in Sun Peaks

Nach Whistler und dem Regen wollten wir schon mal noch Downhill Bikes austesten. Von Cariboo sind wir nun im Zentrum von British Columbia beim Gebiet des Thompson River gelandet.
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Sun Peaks liegt gut 50 km weg von Kamploops.
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Da es hier keinen Campingplatz in greifbarer Nähe gab, haben wir ausnahmsweise in der Jugendherberge genächtigt.
Tags darauf ging es dann zur Bikemietstation, wo wir uns dann entsprechend ausrüsten haben lassen. Downhill Bikes, Helm und entsprechende Schütze – nicht dass wir uns bei einem allfälligen Sturz alles aufschürfen würden.
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Durch vorsichtige Fahrweise konnten wir jedoch Stürze verhindern – wer’s glaubt wird selig (betrifft aber nur das vorsichtig). Und so ging es dann den ganzen Tag mit dem Lift hinauf und mit dem Bike hinunter.
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Ich habe mir das so ziemlich easy vorgestellt… aber weit gefehlt, war wirklich eine anstrengende Angelegenheit und von 11.00 – 16.30 h haben wir gerade mal 5 Abfahrten geschafft. War aber trotzdem ein tolles Erlebnis und dank meinen gut 200 mm Federweg habe ich Wurzeln und Steine überwunden von denen ich ansonsten nur träume.

Montag, 6. August 2007

Goldrausch (Cariboo + Barkerville)

Zwischendurch sollte man sich auch mal ein klein wenig mit der Geschichte befassen. Auf der Hinfahrt zum Bowron Lake waren wir bereits im Cottonwood Roadhouse (zwischen Quesnel und Barkerville), wo zurzeit des Goldrausches die Leute auf deren Durchreise Unterkunft fanden.

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Interessant die Metallverkleidung an der Decke, die vor Feuer schützt oder aber auch als Isolation diente.

P10305161_thumb1Auch Barkerville haben wir einen Besuch abgestattet. Rund 130 Gebäude, darunter gut 40 aus dem 19. JH, wurden im engen Tal des Williams Creek authentisch restauriert und teils mit „zeitgenössischen“ Bewohnern besetzt.

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Wir waren 1 1/2 Tage in diesem restaurierten Ort unterwegs. Am ersten Tag sind wir nur durch die Strassen flaniert und haben uns die Gebäude und deren Geschichte angeschaut.

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P1030614_thumb1 Am zweiten Tag haben wir dann die unterschiedlichen Führungen mitgemacht. War sehr interessant einen Einblick in die Zeit um 1862 und danach zu erhalten. Eindrücklich für mich auch, dass zu jener Zeit bereits so viele Chinesen in Kanada Fuss fassten. Denn teilweise, waren gut 50 % der Bevölkerung von Barkerville Chinesen.

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P10306711_thumb1Danach ging es auf Backroads (Matthews Road) über Likely nach Quesnel Forks, da wo sich der Cariboo und der Quesnel River treffen.

P1030685_thumb1Auch hier war anno dazumal der Goldrausch zugange. Heute nur noch eine Geisterstadt. Glücklicherweise hatte es hier auch noch einen Forest Service Campground.
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Wir konnten uns einen Platz mit Aussicht auf die zusammentreffenden Flüsse sichern und auch die Geister trieben während der Nacht kein Unwesen.
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Freitag, 3. August 2007

Paddeln auf dem Bowron Lake

Bevor wir zum Bowron Lake gefahren sind, haben wir den Vorabend auf einem einfachen Forest Service Camping verbracht. Gleich bei der Abzweigung von Bakerville nach Bowron Lake stand Mitten auf der Strasse stoisch ein Elch. Wir natürlich ziemlich perplex und so schnell war er dann auch schon wieder weg. Ursin war sich dann meiner Co-Piloten Navigation wieder mal nicht so sicher und meinte, dass wir uns verfahren hätten. Zufälligerweise kam dann auch noch ein älteres Paar des Weges, die Alte mit einer Schrottflinte auf dem Rücken, die ich dann nach dem Weg fragen musste. Natürlich wussten die auch nicht wirklich Bescheid. Und gerade dann, als wir eigentlich wieder umkehren wollten, tauchte das Schild des Campings auf. Welche Idylle am Atan Lake…
Atan Lake
Frühmorgens ging es dann zum Bowron Lake wo wir uns einen Campingplatz und ein Kanu ergattern wollten. Da es noch nicht Wochenende war, kein Problem. Hatten nämlich die Erfahrung gemacht, dass an den Wochenenden die Campingplätze gut belegt sind. Und wenn man sich nicht am Freitagmorgen früh was sichert, man ziemlich Mühe haben kann, einen Platz zu erhalten. Wir haben uns einen guten Platz gleich am See erobern können und beschlossen für 1 1/2 Tage ein Kanu zu mieten.
Was guckst du?
 
Camping am Bowron Lake
Der erste halbe Tage mal zum sich mit dem Kanu vertraut zu machen und am nächsten Tag wollten wir dann den gesamten Bowron Lake bezwingen. Aber es kam alles anders…  Um 14.00 h konnten wir dann also unsere Halbtagesmiete antreten und wir sind mit Feuereifer in den See gestürzt.
Heidi am Ruder
Ursin als erstes Steuermann und ich an der Front. Da gleich auch noch Wind aufkam, war dann die Sache doch schwieriger, wie angenommen. Zwischendurch haben wir dann mal noch getauscht – Gleichberechtigung, aber dies wollte auch nicht so recht.
Anschieber Ursin
 
Yeah, geschafft.
Schlussendlich waren wir über 4 Stunden auf dem See unterwegs und bereits gut 3/4 des Bowron Lakes hinter uns gebracht, denn wir haben die Paddelei doch noch in den Griff gekriegt. Jedoch waren wir am Abend doch sichtlich geschafft.
Nach Meinungsverschiedenheiten in Bezug aufs Steuern, wieder ein Herz und eine Seele
In der Nacht hat es dann noch ein zünftiges Gewitter gegeben. War eine fantastische Stimmung die Blitze über dem See am Horizont zu sehen. Teilweise hat es gleich 3 Mal hintereinander am selben Ort gezuckt. Am Folgetag, wo wir eigentlich unseren Tagesausflug mit dem Kanu vornehmen wollten, war dann schlechtes Wetter angesagt.
Wo bleibt die Sonne?
Da wir beide nicht wirklich seetauglich sind, haben wir dann von unserem Kanu Tagesausflug abgesehen. Und so schleiften wir dann am Morgen das Kanu am Strand entlang zur Mietstation zurück. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben…