Samstag, 8. September 2007

Glacier Nationalpark, USA

So einfach hatten wir noch nie einen amerikanischen Zoll passiert. Ein paar kurze Fragen beantworten (zB. ob wir eine Feuerwaffe bei uns hätten, etc.) und schon waren wir von Kanada in den USA angelangt.

Da es Tags zuvor regnete und eher etwas kühler wurde, waren bereits etliche Bergspitzen am frühen Morgen leicht mit Schnee bepudert. Bevor wir den Weg in Angriff nahmen, sind wir am Morgen früh noch kurz zum St. Mary See hinunter gelaufen, wo wir die spezielle Stimmung, trotz der Kälte, genossen haben.

Heidi am See

Morgenstimmung

Ursin am See

Nun schien es, als würde das Wetter besser werden und auch dem Namen der Strasse „Going-to-the-Sun Road“ (der Sonne entgegen) alle Ehre machen. Auf dem Pass angelangt, haben wir dann jedoch erfahren sowie auch gesehen, dass das Wetter bereits wieder am Ändern ist. Die Bewölkung nahm zu und für später waren erneut Schneeschauer angesagt.

Kurz vor dem Pass

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So haben wir dann von einer Wanderung abgesehen und leider unsere Mountain Goats nach wie vor nicht aus der Nähe gesehen. Auch wenn wir mehrheitlich diesen Park nur aus dem Auto gesehen haben, war zumindest die Fahrt mit einigen Stopps an Ausichtspunkten entlang der „Going-to-the-Sun Road“ lohnenswert.

Aussichtspunkt

Jedoch Gletscher sieht man kaum entlang dieser Strasse, da müsste man schon einen anderen Teil dieses Parkes besuchen.

Strasse 1

Strasse

Im Tal wieder angelangt, war das Wetter merklich wärmer. Dies lud dann auch zu einer Pause auf einem der Sandstrände am McDonald See ein.

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PS. Heidi trinkt Coka Cola nicht etwa Bier.

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Freitag, 7. September 2007

Waterton Lakes Nationalpark

Wo die Prärie wieder ziemlich abrupt in die Berge übergeht, ganz im Südwesten von Alberta, da ist der Waterton Lakes Nationalpark zu finden.

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Der Park grenzt an den Glacier Nationalpark auf der USA Seite, in welchen wir dann auch noch einen kurzen Abstecher machen werden, wenn wir uns in Richtung Yellowstone begeben werden. Mit dem Boot könnte man sogar auf dem Upper Waterton Lake einen Ausflug ohne Zollkontrolle in die USA vornehmen.

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Aber als erstes sind wir im Waterton Lakes Nationalpark durch das Büffel Gehege gefahren, auch wir wollten mal Büffel aus der Nähe sehen. Wir nannten es eine „Büffel-Safari“, da man mit dem Auto durchfuhr und nicht aussteigen durfte.

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War jedoch nur eine kurze Safari, da das Gehege ziemlich klein war und entweder hatten sich die Büffel gut versteckt oder es werden tatsächlich nur noch sehr wenige da gehalten. Aber immerhin haben wir mal Büffel aus einer einigermassen nicht all zu weiten Distanz gesehen.

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Danach ging es an den Lower Waterton Lake, wo man einen tollen Blick auf das Prince of Wales Hotel hat.

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Wir sind etwas diesem See entlanggelaufen, als Ursin plötzlich ein klein wenig hektisch mit aufgerissenen Augen auf mich zukam und mir sagte, er hätte soeben einen Bären wegrennen sehen. Zuerst dachte ich, dass er einen Scherz machen wollte… aber aufgrund seiner Mine zu urteilen, musste es dann doch ernst gewesen sein. Aber so richtig glaubte ich ihm erst, als wir kurz später auf dem Weg zum Red Canyon einen Schwarzbären unmittelbar am Strassenrand gesehen haben (wir waren natürlich im Auto).

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Waterton Townside ist eigentlich kein wirklicher Ort, viele Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Kaffees und inmitten des Ortes der Campingplatz. Für uns war das toll, wir hatten einen tollen Platz mit Seesicht und so konnten wir überall schnell mit dem Bike hinfahren. Am Abend haben wir noch kurz 200 Höhenmeter zurückgelegt, um Waterton Townsite und das Hotel von oben zu sehen. War ziemlich windig da oben.

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Apropos Bike… natürlich haben wir auch wieder mal eine kurze Biketour gemacht. Selbstverständlich die Bärenglocke montiert und los ging’s… Wir haben einen kurzen Abstecher in den Akamina-Kishinena PP vorgenommen, welcher in British Columbia liegt, und sind zum Wall Lake gefahren. Wall (Wand) macht dem Namen alle Ehre.

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An und für sich würde es in diesem Nationalpark auch mehrere tolle Tageswanderungen geben. Eine hatten auch wir ins Auge gefasst. Man könnte sich mit einem Bus-Shuttle zum Cameron Lake fahren lassen und danach alles oben drüber über Carthew-Alderson zurück nach Waterton Townside wandern. Am Vortag noch strahlendes Wetter, hatten wir aber genau an diesem Tag Regen, so dass wir dann unsere Shuttle Reservierung verfallen liessen.

Dienstag, 4. September 2007

Badlands, Alberta: Writing-on-Stone PP

Ja, richtig gelesen, immer noch Badlands. Die Badlands erstrecken sich nämlich über etliche Kilometer im Süden von Alberta (mehr als 350 km). Vom Red Deer River bis zum Milk River und sicher noch weiter, zumal ja auch in Teilen der USA von Badlands die Rede ist. Vom Dinosaur PP sind wir über Taber, wo es den süssesten und besten Mais überhaupt geben soll und über den Ort Milk River (wir haben allerdings keinen Milch Fluss gesehen) zum Writing-on-Stone PP durchgefahren. Wie schon tags zuvor durch das Prärieland von Alberta, alles nur in der Ebene. Alberta Unterwegs (2) Alberta Unterwegs (4) Kaum Hügel ersichtlich, die Strassen führen kilometerlang ohne irgendeine Kurve durch das Land.P1040906 Etwas vor 19.00 Uhr sind wir dort angekommen und hatten Glück noch jemanden im Informationszentrum vorzufinden, zumal es am nächsten Tag geschlossen war. Writing on Stone (5) Denn mit dem Labour Day endet die Saison und die Öffnungszeiten und Führungen beschränken sich bis irgendwann im Oktober oftmals nur noch auf die Wochenenden. Dafür hatten wir keine Probleme mit dem Campingplatz, denn dieser war jetzt fast leer. Ursin musste sich noch beeilen um die Hoodoos (Sandsteintürmchen, durch eine Steinkappe vor Verwitterung geschützt) im Abendlicht zu fotografieren. Hier hoppelten zur Abwechslung mal Hasen über den Platz, mal eine Abwechslung im Gegensatz zu den Eichhörnchen in den meisten anderen Plätzen. P1050080 Und die Rehe kamen vorbei um „Gute Nacht“ zu sagen; also ziemlich idyllisch.P1050092 Am nächsten Tag sind wir dann den Hoodoo Interpretive Trail abgelaufen. Writing on Stone (1) Dem Milk River entlang, an unzähligen Hoodoos vorbei, führt dieser Weg auch an ein paar wenigen frühindianschen Petroglyphen (Felsmalereien) vorbei. 5 Leider ist die Besichtigung der Hauptmalereien nur auf einer Tour möglich, wobei dann ja leider die nächste Tour erst am Wochenende stattfinden wird und wir wollen nicht nur deshalb 4 Tage hier abwarten. Writing on Stone Gravur Dennoch war in unseren Augen dieser Teil der Badlands der attraktivste und abwechslungsreichste.Writing on Stone (3) Writing on Stone (6)

Sonntag, 2. September 2007

Badlands, Alberta: Dinosaur PP

Vorbei an Prärielandschaft…

Alberta Unterwegs (1)P1050057 Ursin fehlten schon nur nach einem Tag die Berge. Gut 30 km vor dem Dinosaur PP war dann der Vermerk „camping full“ ersichtlich. Das hiess also, dass wir für diesen Abend nicht dort übernachten konnten, wo wir es eigentlich gerne gewollt hätten. Aber was ist auch anderes an einem verlängerten Feiertag Wochenende zu erwarten. So mussten wir uns zwischen einem Rodeo Campingplatz in Patricia und einem hinter einer Tankstelle entscheiden. P1050064 Wir entschieden uns für zweiteres, war dann auch weise, zumal das Rodeo noch am selben Abend endete und wir eh nichts davon gehabt hätten. Frühmorgens ging es dann zur Information des Dinosaurs PP, denn wir wollten noch eine Führung durchs Hinterland mitmachen, wo man ansonsten keinen Zutritt hat. Dinosour Und wir hatten Glück, wir konnten die letzten 2 Plätze auf der letzten Saison-Tour ergattern. Interessante 2 Stunden, in denen wir mehr über die Flora und Fauna der Gegend erfahren haben. Etliche Dinosaurier Knochen kann man selbst in der Gegend ersehen. Dinosour (1) Dinosour (2) Und natürlich in abgeschlossenen Hallen noch ganze Dinosaurier Skelette. Es wird gesagt, dass jedes 10. Dinosaurier-Skelett der Welt aus dieser Gegen stammt - also eine beachtliche Menge. Dinosour (3) Dinosour (5) Der Park hat aber auch noch einen öffentlichen Innenkern, wobei der Besucher wiederum die Badlands und Cottonwoods auf eigene Faust erkunden kann, er dürfte aber wohl nicht über Dinosaurier Knochen stolpern.Dinosour (4) Dinosour Cottenwood

Samstag, 1. September 2007

Badlands, Alberta: Auf den Spuren der Dinos

Wieder den Weg zurück durch das Kananaskis Tal, ging es über Calgary in die Badlands von Alberta. Eigentlich war Regen vorausgesagt, aber nach dem Kananskis Tal wurden wir für den Rest des Tages mit Sonnenschein belohnt. Da ein langes Wochenende anstand (Labour Day) sind uns bis Calgary sehr viele Autos entgegengekommen (will heissen, alle unterwegs in Richtung Banff, das wird dann wohl wieder voll belegt gewesen sein). Calgary haben wir allerdings nur auf der Durchfahrt gesehen. Gleich bei der Stadteinfahrt konnten wir einen Blick auf die Sprungschanzen mit deren Liften, wo im Sommer offenbar Mountain Biker hinunter flitzen, erhaschen und ansonsten einfach nur Stadt. Und so fuhren wir also von den Bergen in die Prärielandschaft hinein. 2 Als Einstieg in die Badlands lag der Horseshoe Canyon auf unserem Weg. Wir waren begeistert von all den Formen und Farben, nicht wissend, dass wir danach noch viel mehr davon zu sehen bekommen. Horseshoe (1) Horsshoe (2) Dann hiess es in Drumheller mindestens auch noch den offenbar grössten Dinosaurier zu bestaunen. Drumheller Von Drumheller aus kann man südwestlich eine gut 50 km lange Rundfahrt machen, wo einer die Badlands noch viel mehr bestaunen kann. Natürlich auch den Red Deer River, welcher sich durchs Tal schlängelt. Red River Auf diesem Weg überquert man auch den Fluss in Bleriot mit einer noch von Hand betriebenen Fähre.Red River Fähre Nach einem Stopp beim Horsethief Canyon kommt dann auch gleich die „Little Church“ (kleine Kirche), welche so klein ist, dass wir sie fast übersehen hätten. Von dieser wird gesagt, dass sie tausende beherbergen würde, jedoch haben auf ein Mal nur 6 Personen Platz. Little Kirche Auch würde das Tyrell Dinosaurier Museum auf diesem Weg liegen, aber da das Wetter alles andere als nach Regen aussah, hatten wir absolut keine Lust auf einen Museumsbesuch. Und so ging es dann am nächsten Tag gleich weiter in Richtung Dinosaur Provinicial Park. Morgens noch einen Abstecher nach Wayne, wobei man 13 Brücken zu überqueren hatte und der Saloon „Last Chance“ noch zu besichtigen ist. Last Chance (1) Hierzu kam uns doch das Lied „über 7 Brücken musst du gehen“ in den Sinn, wobei wir uns dann fragten war Peter Maffay auch mal hier und konnte nicht weiter als bis 7 zählen... Last Chance Brücke Etliche verfallene Kohleminen sind auch in dieser Region zu finden. In Atlas kann man noch eine ziemlich gut erhaltene Mine besichtigen.Kohle