Freitag, 22. Februar 2008

Reisetage nach Bariloche

Morgens um 09.00 h ging unsere zweitägige Reise mit dem Bus von El Chaltén nach Bariloche los. Wie schon bei der Anfahrt nach El Chaltén konnten wir die Berge rund um den Fitz Roy, dieses Mal zum Abschied, sehen, wobei der Cerro Torre immer noch nicht Wolkenfrei war.

P1210335Entlang der Ruta 40 ging’s am ersten Tag zuerst zur Ortschaft Perito Moreno.

P1210349

P1210357

P1210368Da kamen wir gegen 22.00 h abends an und gingen ziemlich zügig ins Bett. Gegen 08.00 h ging es dann am zweiten Tag los. Die Landschaft war schon wie bereits gestern, ziemlich eintönig.

P1210399

P1210387Ausser ein Paar Guanacos haben wir keine Tiere gesehen.

P1210409

P1210423

DSC04706 P1210426 Erst gegen Abend, als wir in Richtung Berge fuhren, wurde die Landschaft wieder etwas abwechslungsreicher. In El Bolsén konnten wir sogar noch einen Fruchtsaft geniessen, bevor es dann zum letzten Abschnitt unserer Reise nach Bariloche ging. Wir waren froh endlich gegen 22.00 h in Bariloche, auch argentinische Schweiz genannt, angekommen zu sein. Zwei Tage im Bus waren uns ziemlich genug, aber anders wären wir kaum hier hoch gekommen. Allenfalls noch direkt mit 30 h im Bus, was wir aber nicht wirklich favorisiert haben.

Mittwoch, 20. Februar 2008

El Chaltén – Aussichtspunkt Lomo del Pliegue Tumbado

Gestern haben wir wieder mal mit Nichtstun verbracht. Hat sich auch angeboten, da die Berge um uns herum wolkenverhangen waren und es wohl auch dort oben wie es ja auch in El Chaltén unten regnete und natürlich auch stark windete.

DSC04661Wir nutzten eine kurze regenfreie Pause um das Dorf, das erst seit 1985 besteht und nach wie vor wird hier wie wild gebaut, zu erkunden und uns mal eine Glacé zu gönnen.

Heute wollten wir dann dem Cerro Torre nochmals eine Chance geben. So machten wir die Eintagestour zum Lomo del Pliegue Tumbado hinauf. Über Wiesen, durch Wald und schlussendlich durch Geröll, sind wir nach gut 1’000 Höhenmetern auf dem Gipfel des Lomo del Pliegue Tumbado gestanden.

DSC04673

P1210243Wir hatten von oben eine tolle Sicht auf die Laguna Torre, den Cerro Solo, den Flitz Roy und seinen Kollegen und die dahinter liegenden Gletscher (rückblickend auf unseren ersten Tag). Nur der Cerro Torre wollte nach wie vor nicht… er blieb für uns weiterhin in den Wolken versteckt.

P1210255

Montag, 18. Februar 2008

El Chaltén – 4 Tages Wanderung: Cerro Torre und Monte Fitz Roy

Tag 1: El Chaltén – Campamento De Agostini

4 Tage wandern waren geplant. Schon bereits am ersten Tag sah das Wetter ziemlich unbeständig aus. Viel Wind (für Patagonien nichts Aussergewöhnliches), Wolken und zwischendurch mal Regentropfen. Dennoch nahmen wir die erste Etappe zur Laguna Torre in Angriff.

DSC04577Nach gut einer Stunde kamen wir zu einem Aussichtspunkt, von wo man den Cerro Torre sehen könnte, aber dieser war noch von Wolken verhüllt. Dafür sahen wir einen Regenboden der sich über dieses Tal in Richtung Laguna Torre spannte.

P1200636

P1200624Nach weiteren 1 ½ Stunden zu Fuss kamen wir bereits zu unserem Schlafplatz. Wir stellten das Zelt beim Campamento De Agostini auf und wollten dann eigentlich noch zu einem Aussichtspunkt auf den Gletscher Torre entlang einer Moräne gehen.

DSC04586

P1200661Wir schafften es aber nur bis zur Laguna Torre. Da blies der Wind so stark, dass wir unsere Füsse stark am Boden verankern mussten, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten.

P1200670So haben wir den Weitergang auf einer Moräne nicht angefangen, war uns dann doch etwas zu gefährlich. Aber auch von hier hatte man einen guten Blick auf den Gletscher und auf den Cerro Solo.

Tag 2: Campamento De Agostini – Sendero Madre & Hija – Campamento Poicenot

Über Nacht hat ein leichter Regen eingesetzt. Wir warteten am Morgen, bis es gerade mal Regenstill war und packten dann unsere Siebensachen und machten uns auf den Weg in Richtung Fitz Roy. Übrigens den Cerro Torre bekamen wir weder gestern noch heute beim Abmarsch zu Gesicht.

DSC04604Da es heute ziemlich wolkenverhangen war und wir nie sicher waren, wann es zu regnen anfangen würde, sind wir ohne grössere Pause durchmarschiert.

P1200691Weder die Laguna Hija noch Madre haben heute zum längeren Verweilen eingeladen. Wenn die Sicht gut gewesen wäre, hätten wir heute auch bereits den Fitz Roy sehen sollen, aber eben…

DSC04607Beim Campamento Poicenot angekommen stellten wir zügig das Zelt auf, da bereits die ersten Regentropfen durch die Bäume zu spüren waren.

P1200968Gut eine Viertelstunde später kam dann auch noch ein Pärchen klitschnass an, welchem wir auf unserem heutigen Weg immer wieder mal begegneten. Waren wir froh, keine ausgedehntere Pause bei der Laguna Madre gemacht zu haben, denn ansonsten hätte es uns wohl auch verregnet. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir im Trockenen, in unserem Zelt. Für die Nacht rüsteten wir uns dann, mit Thermokleidern, Mütze und Bettflasche (PET Flasche mit heiss Wasser) ging’s ab in den Schlafsack.

DSC04602

DSC04603

Tag 3: Campamento Poicenot – Laguna de los Tres – Campamento Poicenot

Wir trauten unseren Augen kaum, als wir unsere Zelttür öffneten. Über Nacht hatte es oberhalb der Waldgrenze Schnee angesetzt und vereinzelt tanzten sogar Schneeflöckchen vor unseren Augen.

P1200713Dies war Grund genug länger in unseren warmen Schlafsäcken auszuharren. Wir wussten nicht so recht, was wir von dem Wetter halten sollten. Gegen Mittag machten wir uns dennoch auf den Weg zur Laguna de los Tres, von wo aus man den Fitz Roy ziemlich nah sehen sollte.

DSC04611

P1200739

P1200731Bei der Lagune selbst, hatte es an die 10 cm Neuschnee. So wie es uns dann schien, sollte sich das Wetter bessern. Die Sonne drängte zum Teil sogar durch.

P1200769

P1200761Die Wolken flitzten oberhalb von uns vorbei und brachten immer wieder mal Blicke zum Poicenot. Die Spitze des Fitz Roy selbst, wollte sich uns da oben nicht klar zeigen.

P1200887

Mirador 15

P1200894Nach 2 Stunden gaben wir auf und traten den Rückweg zu unserem Zelt an. Kaum unten angelangt, hatten wir plötzlich den Blick frei auf den Herrn Fitz Roy.

P1200897

P1200909Da sich das Wetter am späteren Nachmittag stark besserte, beschlossen wir noch eine Nacht hier zu bleiben, um am morgigen Tag noch die eine und andere Kleinwanderung hier oben zu unternehmen.

Tag 4: Campamento Poicenot – Laguna Piedras Blancas – Laguna Sucia – Laguna Capri – El Chaltén

Da das Wetter sich heute von der freundlicheren Seite zeigte, konnte Ursin den Fitz Roy bei Sonnenaufgang ablichten. Nicht dass der Sonnenaufgang hier früh wäre, denn die Sonne geht hier erst kurz vor 08.00 h auf.

P1200990

P1210016

P1210024Nach dem Frühstück statten wir zuerst der Laguna Piedras Blancas einen Besuch ab. Entlang dem Rio Blanco, bis wir zum Tal in Richtung Gletscher Piedras Blancas kamen.

P1210118

P1210123Über riesige Felsblöcke mussten wir dann entlang eines Baches der Laguna entgegenklettern.

P1210053

DSC04633Von hier aus hatten wir einen gigantischen Blick auf den vor uns hängenden Gletscher.

 P1210107

P1210075

P1210068

P1210083

P1210105Nach der Mittagspause bei unserem Zelt, haben wir den Weg zur Laguna Sucia angetreten.

P1210131Wieder ging es entlang eines Bachbeetes. Bei einer Bachüberquerung sahen wir leider noch einen kleinen toten Puma, der sich im Baumstamm verhangen hatte (gestorben ist er aber wahrscheinlich an was anderem, das Wasser wird ihn nur bis hierhin geschwemmt haben).

DSC04640

P1210139Bei einem Felsblock meinten wir, dass der Weg zu Ende wäre und wir die Laguna Sucia nicht von nah sehen würden. Der Weg war, nach oben zu klettern.

DSC04655Bei der Laguna angekommen hatten wir einen tollen Blick auf die Granitwand welche in Richtung Fitz Roy führte.

P1210144

DSC04645

Sucia 3Von hier unten kam uns der Berg noch gigantischer vor. Und hier hatte wieder der Sommer eingesetzt, war ziemlich heiss hier. Gegen Abend machten wir uns dann auf den Weg nach El Chaltén hinunter. Natürlich nicht auch noch den Abstecher zur Laguna Capri gemacht zu haben. Wie wir feststellen konnten, hatte man immer mal wieder eine tolle Sicht auf den Fitz Roy und seine anderen felsigen Kollegen.

P1210204Also wenn man den Weg hier von El Chaltén hinauf macht, sicherlich auch eine tolle Erfahrung.

Rückblick nach gut 40 km zu Fuss

Die Wanderwege hier sind um einiges komfortabler wie in Torres del Paine. Nicht, dass diese dort schwierig waren, aber hier kommt es einem vor, wie wenn man auf einer „Autobahn“ laufen würde. Rückblickend waren wohl die fast vier Jahreszeiten das schwierigste an unserer Wanderung. Von Regen, Sonnenschein, Schnee, Wind, etc., war alles vorhanden. Glücklicherweise wurde es nicht so richtig kalt. Es reichte uns auch so, dass sich die Temperaturen wohl zwischen um die 0 und gut 20 Grad bewegten. Im Nachhinein waren wir auch froh, dass wir nicht bereits am dritten Tag abgebrochen hatten, da wir einen tollen vierten Tag um den Fitz Roy erleben konnten.