Montag, 10. März 2008

Iguazú Wasserfälle

Iguazú bedeutet in der Sprache der Guaraní-Indianer "grosse Wasser". Brasilien sowohl als auch Argentinien teilen sich den Wasserfall. In dem Sinne, dass es auf beiden Seiten je einen Nationalpark gibt. Wir haben beide Seiten besucht.

Brasilien

In Puerto Iguazú sind wir in den öffentlichen Bus gestiegen, welcher uns nach Brasilien fuhr. Wir mussten nicht mal nach Foz de Iguacu fahren, da der Chauffeur uns sagte, wo wir umsteigen mussten. In Bezug auf den Grenzübertritt, kümmern sich die Brasilianer keinen Deut darum, wer in ihr Land einreist (zu mindestens mal nicht, wenn es nur für 48 Stunden sei) und so haben wir nicht mal einen brasilianischen Stempel in unserem Pass. Was soll’s, vorerst bereisen wir Brasilien nicht.

Im Nationalpark konnten wir im Doppeldecker die frische Luft geniessen und uns zu den Aussichtsplattformen chauffieren lassen.

Iguzu BR 2Mit einem Lift konnte man zur Plattform gelangen, von wo aus man die Wasserfälle eher von unten betrachten konnte.

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P1220367Und da bestaunten wir erst mal die riesigen Wasserfälle und hier vorwiegend den Floriano Wasserfall und den Garganta del Diabolo, welcher sich auf der argentinischen Seite befindet.

Iguzu BR 11Eine kurze „Wanderung“ haben wir auch noch unternommen und hatten somit eine gute Sicht auf die argentinische Seite.

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P1220315Ansonsten gab es nicht all zu viel selbst zu erkunden im Park. Zum Mittag leisteten wir uns mal ein Buffet, am Besten fanden wir jedoch den ersten Gang mit all den kalten Speisen. Danach gingen wir bei deutlich mehr Sonne nochmals zu den Wasserfällen und hatten noch das Glück einen Regenbogen zu sehen.

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Argentinien

Am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg zum Nationalpark auf der argentinischen Seite. Da dieser nur 17 km von unserem Domizil weg war, hatten wir einen bedeutend geringeren Anfahrtsweg wie gestern. Im Park selbst bewegt man sich hier mit einer kleinen Eisenbahn oder zu Fuss. Es gibt hier mehr Wanderwege, wie auf der brasilianischen Seite. So konnten wir dann die Wasserfälle von allen Facetten betrachten. Als erstes ging’s zum Garganta del Diabolo, welchen wir gestern auf der brasilianischen Seite aus der Ferne gesehen haben. Nach etwas einem Kilometer über den Steg laufen (mit Sichtung eines Kaimans) sind wir dann bei den tosenden Wassermassen angelangt.

P1220410Kann sich natürlich jeder vorstellen, dass man hier nicht weg kommt ohne nass zu werden.

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P1220392Danach sind wir die anderen Wanderwege, Circuito Superior und Inferior, abgelaufen.

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P1220535Unter anderem kann man auch auf die Isla San Martin mit einem Boot übersetzen und sich dort etwas durchs Unterholz schlagen, bis man wieder die Wasserfälle vor Augen hat.

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P1220483Unterwegs trafen wir sogar noch auf einige Tiere: Diverse Vögel, Schmetterlinge, Coatimundis, Tapire, Echsen (kleinere und grössere), etc..

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P1220574Jedoch das Highlight, wenn auch nur von weitem, waren die Tucan Vögel.

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Freitag, 7. März 2008

San Ignacio – Jesuiten Mission

Mit dem Nachtbus geht’s immer am Schnellsten und Einfachsten, um an einen anderen Ort zu gelangen. Am Morgen sind wir in Posadas angelangt, von wo aus wir nochmals gut 1 Stunde mit einem anderen Bus nach San Ignacio hatten. Hier fühlten wir uns nochmals ins Südamerika versetzt, wie wir es in Peru und Chile erlebt hatten. Engere, stickigere, alte Busse, wo die Leute auch in den Gängen stehen, wenn es mal keinen Sitzplatz gibt. In San Ignacio angekommen, gab uns gleich ein abreisendes deutsches Pärchen einen Tipp für eine gute preiswerte Unterkunft. So konnten wir dann am Nachmittag im Garten verweilen und das wärmere Wetter geniessen. Hund und Katze haben uns dabei geholfen.

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P1220166Wir sind nun definitiv wieder im Sommer angelangt ;-). Obwohl in den Subtropen ist es dafür auch wieder viel feuchter und somit klebt der ganze Körper, wenn es dann mal so richtig heiss ist. Aber nach dem etwas regnerischen Buenos Aires, doch mal eine schöne Abwechslung.

Nachdem wir durch die Strassen vom Ort gelaufen sind, haben wir am Nachmittag uns die Jesuiten Mission angeschaut.

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Im Jahr 1610 kamen die ersten Jesuiten in dieses Gebiet - gegründet wurde die Mission in San Ignacio dann im Jahr 1696, um die einheimischen Guarani-Indianer zu missionieren. Hier lebten anno dazumal bis zu 4'000 Menschen und betrieben einen recht florierenden Ackerbau in der Region. Eigentlich heisst die Mission San Ignacio Mini (mini = klein). Denn in Paraguay gibt es noch eine Mission die San Ignacio Guazu (guazu = gross) heisst und entsprechend dem Namen viel grösser sein müsste.

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P1220224Am Abend konnten wir die Mission noch in Beleuchtung sehen, hinterlegt mit Musik.

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Donnerstag, 6. März 2008

Buenos Aires – Zum ersten…

Nun sind wir also in der Hauptmetropole Argentiniens angelangt. Allerdings waren wir nur schnell für zwei Tage dort, um einen Teil unseres Gepäckes in einem Hostal zu deponieren, so dass wir mit leichtem Gepäck zu den Iguazu Wasserfällen reisen können.

Am ersten Tag sind wir noch etwas ziellos durch die Stadt gelaufen.

P1220111Wir haben es sogar mehrmals geschafft in die falsche Richtung zu laufen, immerhin haben wir immer wieder zu unserem Hostal zurückgefunden. So viel zu unserem Orientierungssinn ;-). Das Zentrum rund um den Plaza de Mayo mit all den grossen mächtigen Gebäuden haben wir dann schnell erkundet gehabt.

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P1220153An unserem zweiten Tag wandelten wir in den Spuren der Geschichte. In unserem Hostal wurde eine kurze Information und Tour zum Perónismus angeboten. In seiner Regierungszeit förderte Juan Domingo Perón insbesondere die einheimische Industrie und gab der Arbeiterklasse mehr Rechte, ohne jedoch dabei die Interessen der Mittel- und Oberklasse zu gefährden. Zudem konnten wir dann in das Gebäude (CGT - Confederación General del Trabajo), wo früher Evita Perón (zweite Ehefrau Peróns) nach ihrem Tod während 3 Jahren aufgebahrt war. Da hatte uns ein älterer Mann (bereits über 70, aber immer noch sehr fit) Geschichten zu der Zeit Evitas erzählt. Wie sie immer nur gutes für die armen Menschen im Land tat, wie Kleider, Lebensmittel, Spielzeug, Nähmaschinen, etc. an die Armen in allen Teilen des Landes zu verteilen. Der verehrt die ehemalige „Grande Dame“ Argentiniens immer noch, denn er war bei der Erzählung sichtlich gerührt.

P1220122Am Nachmittag erkundeten wir das moderne Argentinien. Wir flanierten entlang des Puerto Maderos.

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Montag, 3. März 2008

Puerto Madryn – Peninsula Valdes: Meerestiere und andere Tiere

Mit dem Nachtbus sind wir von Bariloche nach Puerto Madryn gefahren. Bisher sind wir über Nacht immer Semi-Cama gefahren. Das heisst so viel wie, dass man die Sitze hinten ziemlich weit hinunter lassen kann, eine Beinstütze hat und dazu her meistens Decken und Kissen erhält, so dass man sehr gut schlafen kann. Da wir bereits um 07.00 h früh angekommen sind, mussten wir uns erstmal zwei Stunden so um die Ohren schlagen. Denn wir wollten wieder mal ein Auto mieten und die Peninsula Valdés selbst erkunden, quasi am Touristenstrom vorbei. Auf dieser Halbinsel gibt es nebst Seelöwen, Seeelefanten, Pinguinen ab und an auch Wale zu sehen und natürlich jegliche andere Landtiere. Für Austral Wale ist jedoch zurzeit nicht Saison und so hofften wir auf die Orkas, Killerwale, im Norden der Halbinsel, die Heisshunger auf kleine Seelöwen hatten. Aber zuerst mal hatten wir die Anfahrt von gut 100 km nach Puerto Piramides vor uns. Dies ging ziemlich flott, zumal wir auf einer Teerstrasse fahren konnten. Da checkten wir als erstes den Campingplatz aus. Wir sind aber gleich wieder weggefahren, da wir unser Zelt nicht bei solch vielen komischen Typen aufstellen wollten. Und da noch Sonntag war, würden die wohl bis am Abend schon verschwinden. Den Rest des Tages verbrachten wir damit auf der Halbinsel über Ripio (Schotterstrasse) zu fahren.

P1210928Dementsprechend langsam waren wir die gut 200 km unterwegs. Die stinkenden Seelöwen bei Puerto Piramides konnten wir nur von oben beobachten.

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P1210860Und die Pinguine konnten wir leider nur vom Zaun weg beobachten, aber immerhin.

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P1210922Dann waren die Seeelefanten dran. Die waren jedoch kleiner, als wir es uns vorgestellt hatten.

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P1210905Zu guter letzt waren wir im Norden angelangt und dort haben wir dann nochmals Seelöwen sowie einen riesigen Seeelefanten gesehen.

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P1220016Ausser der Farbe und der Grösse können wir nach wie vor den Unterschied zwischen diesen Gattungen nicht wirklich erklären. Da muss halt mal das Bild dafür sprechen. Im Norden haben wir dann noch gewartet… Ja, gewartet auf die Orkas. Das letzte Mal wurden sie vor 5 Tagen gesichtet. Nur leider kamen sie heute nicht vorbei. Nebst den Meerestieren haben wir dann auf dem Parkplatz auch noch sehr zutrauliche Füchse und Gürteltiere gesehen.

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P1210970Unterwegs aus dem Auto waren immer wieder Guanacos, Pferde und Schafe (Merinowolle) zu sichten.

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P1220055Am Abend waren wir froh, die gut 200 km Ripio hinter uns zu haben. Der Campingplatz war dazuher leider alles andere als heimelig, aber immerhin hatten wir im Gegensatz zum Mittag nun Platz, um unser Zelt aufzubauen. So beschlossen wir nach unserem schnellen Zeltaufbau ins Dorf essen zu gehen. Da wir ja das Auto für 2 Tage gemietet hatten, konnten wir uns heute mit der Rückfahrt nach Puerto Madryn Zeit lassen.

P1220091Damit wir des Ripios nicht zu kurz kamen, sind wir einen Teil Schotterstrasse entlang der Meeresküste nach Puerto Madryn zurück gefahren. So konnten wir dann auch noch einen Spaziergang entlang am Meer machen und den Nachmittag geniessen.

P1220073Puerto Madryn haben wir so nur kurz besichtigt. Am Abend sind wir in den Nachtbus nach Buenos Aires eingestiegen. Die Grossstadt wartet auf unseren Besuch…